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Evangelische Schulstiftung plant Schulzentrum

Stadt Halle, Weinberg/Erich-Neuß-Weg

Die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland plant am Standort der Stadt Halle, Weinberg/Erich-Neuß-Weg ein neues Schulzentrum. Die Flächengröße
beträgt insgesamt 15.777 m2. Geplant sind insgesamt 3 freistehende, mehrgeschossige Schulgebäude verteilt über zwei Bauabschnitte.

Die Besonderheit des Standorts im Bereich des neuen Technologieparks Weinberg Campus ist zum einen die Historie als sanierte Altlastfläche im südöstlichen Teil der ehemaligen WGT-Liegenschaft Heide-Süd und zum anderen die Nähe und Lage des Standorts zum Gewässer Saale innerhalb der eingedeichten, alten Flussaue, wodurch ein latentes Risiko bei Hochwasser nach geltendem HQ 100 (78,20 m NHN) besteht, da das Gelände mit Flächenhöhe von 77,50 m bis 76,0 m NHN sich im absoluten Grenzbereich des BHS HQ 100 befindet und bei Deichdurchbrüchen oder hydraulischen Grundwasserdurchbrüchen von einem HQ 100 Hochwasser betroffen wäre.

Die G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Niederlassung Halle (Saale) wurde nach 2017 zur Feststellung der Altlastsituation für eine Kaufentscheidung Ende 2018 zur Detailuntersuchung mit geotechnischer Gründungsberatung beauftragt. Um die Gründungsmöglichkeiten für die geplanten Schulgebäudekomplexe ableiten zu können, wurden insgesamt
13 Rammkernbohrungen, zum Teil kombiniert mit schweren Rammsondierungen, bis 12 m unter Gelände abgeteuft, begutachtet und bewertet.

Als Empfehlung zur Gewährleistung einer einheitlichen und ökonomisch günstigen Gründung mit tolerierbaren Setzungen wurde für die nahezu ebenerdig geplanten Schulgebäude eine Flachgründung auf einem geogitterstabilisierten Bettungspolster bis auf 0,50 m Freibord über dem

geltenden HQ 100 empfohlen. Aus ökonomischen Gesichtspunkten würden hierbei gleichzeitig nur sehr geringe Massen zu entsorgender Bodenmaterialien anfallen. Für tiefeingebundene Gründungen, wie Unterkellerungen/Tiefgarage sind im Sinne des Hochwasserschutzes die natürlich vorhandene Dichtung in Form des Auelehms in der vorhandenen Restmächtigkeit von zum
Teil nur ≥ 0,50 m zu erhalten und die Planungen darauf auszurichten.