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Baugrunduntersuchung für den Neubau von Produktionsanlagen

Ciech Soda Deutschland GmbH & Co. KG

Die Ciech Soda Deutschland GmbH & Co. KG in Staßfurt plant eine Werkserweiterung in Form eines Neubaus zur Produktion von verschiedenen Salzprodukten mit einem Bauvolumen von Bauvorhaben ca. 100.000,00 Mio € (Abbildung 1).

Abb. 1: Lastverteilungsplan (BILFINGER- Engineering & Technologies) – Salzproduktionsanlage               Staßfurt, Ciech Soda Deutschland GmbH & Co. KG, Mai 2018

Als Planungsgrundlage für die statische Bemessung der zukünftigen Anlagengebäude wurde die G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft, NL Halle/Saale damit beauftragt, eine Baugrunduntersuchung mit geotechnischem Bericht zu erstellen. Das Auftragsvolumen für die geotechnische Gründungsberatung betrug rund 170.000 €.

Auf Grund der geologischen Untergrundsituation im innenseitigen Bereich der SW-Flanke des Staßfurter Salzsattels (Abbildung 2) sowie dem Umfang der geplanten Bebauungen ist das Bauvorhaben in die geotechnische Kategorie GK 3 nach DIN 1054 einzuordnen.

Abb. 2: Profilschitt aus GK 25 4135 Blatt Staßfurt

Insgesamt wurde 82 Baugrundaufschlüsse zur Erkundung der geologischen Untergrundverhältnisse in einem an den Gebäudelasten orientierenden, engen Bohrpunktraster abgeteuft:

Im Detail befindet sich das Baugebiet im Übergangsbereich der steilstehenden südwestlichen Sattelflanke aus Gesteinen der Schieferton-Folge des Unteren Buntsandsteins in den Sattelkernbereich über dem Gipshut mit einer periglazialen Rinnenfüllung aus
verlehmt-verbackenen, geröllführende Lockersedimente über einem verfestigten Einsturzgebirge
(Abbildung 2). Im Aufschluss entsprechen die Massen des Einsturzgebirges überwiegend diagenetisch verfestigten Tonen aus dem Bereich des sattelflanken-bildenden Unteren Buntsandsteins im Wechsel oder mit Einschlüssen aus dem oberen Gipshut.

Der Festigkeitszustand im Bereich der aufstrebenden Sattelflanke sowie über dem Einsturzgebirges konnte unter ingenieurgeologischen Aspekten sowie der vorhandenen Mächtigkeit als gut und generell tragfähig für konventionelle Flachgründungen angesehen werden. Eine Gefahr von Erdsenkungen durch Subrosion im Salzsattelbereich besteht darüber hinaus latent dauerhaft fort und können nicht vollends ausgeschlossen werden.

Im Ergebnis der geotechnischen Bewertung werden somit hohe Ansprüche an die zukünftige Gründungsplanung gestellt.

Hinsichtlich den Gebäudegründungen im Grenzbereich der aufragenden Sattelflanke zum tangierenden Gipshut wurde empfohlen, das die Gründung gegen lokale Erdsenkungsereignisse zu verstärken ist, um Schiefstellungen und Gebäudeschäden präventiv vorbeugen zu können.